Über uns

“Ohne Freude kann das Menschenherz nicht sein, im Vereinsleben gebührt ihr eine wesentliche Stelle.”
(Adolph Kolping)

Wie alles begann

Das Theaterspiel ist auch beim Sportverein Ebnat e.V. immer schon ein fester Bestandteil im Vereinsgeschehen. Bereits im Jahr 1929, also vier Jahre nach der Gründung des Vereins, wurde mit dem Einakter “Der arme Friedel” erstmals ein Schauspiel aufgeführt. Das Protokollbuch vermerkt hierzu: “So durfte unser Verein in theatralischer wie in sportlicher Hinsicht einen vollen Erfolg verbuchen.” Zusammen mit dem Liederkranz und dem Musikverein wurden bis 1932 weitere Stücke dargeboten. Nach dem 2. Weltkrieg wagte im Jahr 1949 Rektor Franz Kurz einen Neuanfang.
Zur Aufführung kamen unter anderem die Stücke “Wenn Muttertränen fließen”, “Ein fesches Sportmädel” und “Die Geierwally”. Nach 12-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Spielleiter übernahmen Oberlehrer Josef John und Theodor Widmann, sowie der damalige 1. Vorsitzende Josef Eberle diese Aufgabe. Als das Fernsehen die Menschen immer mehr in seinen Bann zog, fiel auch in Ebnat im Jahr 1966 das Theaterspiel diesem neuen Medium zum Opfer.

Neubeginn

Nach über 25-jähriger Pause konnte der Sportverein Ebnat e.V. im Jahr 1992 seine Bühnentradition fortsetzen. Der damalige 2. Vorsitzende Hans Beyrle hat mit 5 Akteuren die Tradition wieder aufgenommen und bis heute gepflegt. Nach dem Bau der Jurahalle fand man ideale Voraussetzungen für das Theaterspiel: Eine geräumige Bühne und Sitzplätze für 500 Besucher. Das Interesse war gleich bei der ersten Aufführung sehr groß. In dem Einakter “Der Gockelstreit” wussten vor ausverkauftem Haus Alfons Gentner, Manfred Grupp, Herbert Zoller, Sabine Schiele und Roswitha Weber zu gefallen. Der Start war geglückt, das gab Zuversicht für die weitere Arbeit. Im Folgejahr entschloss man sich, erstmals zwei Aufführungen zu machen und im Vorverkauf Platzkarten anzubieten. Die Publikumsresonanz war überwältigend. So konnten auch in den Jahren danach weitere Erfolge vor ausverkaufter Halle gefeiert werden. Nachdem Herbert Zoller und Manfred Grupp gleich nach ihrem ersten Einsatz wieder ausschieden, spielten sich in den nächsten Jahren weitere Akteure in die Herzen der Zuschauer.
Großen Anteil am Gelingen hatten die, von der Familie Hans Gentner, stets aufwendig gestalteten Bühnenbilder. Da war der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob in der Gastwirtschaft, in der Sakristei oder in der Schreinerwerkstatt – immer wurde eine tolle Dekoration gezaubert. Dies zeigte sich besonders bei der liebevollen Außenkulisse des alten Ebnat mit den dazu gefertigten Wohnhäusern. Mit Stolz konnten wir somit jedes Jahr eine der schönsten Bühnen des Ostalbkreises präsentieren.